Willkommen
Jesus zu seinem Jünger Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Joh 20,29
Ich höre gerne Radio. Und da gibt es kleine Interview-Formate - ich höre sie nicht regelmäßig, aber oft -, in denen die Gesprächspartner gefragt werden: „Woran glauben Sie?“
Merkwürdigerweise habe ich noch nie erlebt, dass da einer von seinem christ-lichen Glauben erzählte. Vielleicht war ich nur nicht am Gerät, als das passierte. Da die Fragen sicher ja schon vorab feststehen, werden die Leute genau wissen, was sie antworten wollen: da wird das Universum bemüht, die Menschlichkeit, die Liebe, die Familie, gute Geister, die ewige Natur, das eigene Vermögen … Es kann Zufall sein, ist aber ein Blick in unsere Gesell-schaft. Es ist offensichtlich, dass in den letzten dreißig Jahren mit dem ver-stärkten Blick auf die Natur Esoterik und Neuheidentum einen großen Aufbruch erfahren haben: Heilkräfte, Auren, Geister, geheime Mächte sind „in“. Dazu kommt: der Egoismus, der zentrierte Blick auf das Ich. Ganze Wände in den Buchhandlungen zeugen vom überbordendem Interesse daran, ganze Fern-sehsender leben davon, vom Internet ganz zu schweigen: Was will man da mit dem christlichen Glauben? Das ist doch von vorgestern! Was soll da ein Jesus?
Das ist doch nahezu peinlich! Ja, unser Glaube an Jesus Christus, unseren Herrn und Erlöser, ist von vorgestern. Nein, noch viel älter. Er passt nicht in die Welt der Naturgeister und der Selbstbezogenheit, wie er es schon vor 1000 Jahren nicht tat, als die Menschen in unserer Gegend die Botschaft von Jesus als Rettung aus der Gefangenschaft böser Mächte erfuhren. Freilich haben wir mit Jesus nichts in der Hand, und es mag auf den ersten Blick tröstlicher er-scheinen, einen Glücksbringer zu nehmen und anzuschauen. Es ist schon ein seltsames Phänomen, dass der heutige Mensch, umgeben von Technik und Wissenschaft und Aufklärung, sich wieder in die Bindung von Mächten begibt, die ihn nicht frei machen, sondern versklaven. Denn sie existieren, diese Mächte. Sie stehen im Gegensatz zu unserem Gott, der Leben schenkt und Leben leitet und wollen uns von IHM wegtreiben. Jesus mahnt uns, dem Vater allein zu vertrauen, der seinen Sohn gab als den Weg zu IHM hin, dem einzigen Weg! Der Glaube an Jesus Christus steht dem Egoismus entgegen, er duldet nicht das Ich als Zentrum des Universums. Und er befreit, sein Leben abhängig zu machen von einer Natur, die doch erst aus Gott entstanden ist. Warum also sein Leben an etwas hängen, was nicht der Ursprung, sondern nur eine Folge von ihm ist!?
Thomas, der nicht dabei war, als der Auferstandene nach Ostern seinen Jüngern erschien und das nicht glauben wollte – ihn hat Jesus selber „auf die Knie gebracht“ durch seine sichtbare Gegenwart. Danach war Thomas’ Glaube unumstößlich. Vielleicht wollte Jesus nicht warten, er brauchte ihn sofort. Uns aber ist mit dem Glauben an Jesus unsere Zukunft verbunden: Wenn Jesus der einzige Weg zu Gott ist, zum Lebensursprung, zum ewigen Leben, dann kommen wir nicht dorthin ohne ihn. Da hilft nicht mein Wille allein und auch kein Stein und keine Naturmacht. Selig werde ich nur durch meinen Glauben an Jesus, den Christus, meinen Retter.
Ich muss meinen Glauben sicher nicht ständig vor mir her tragen, aber ich soll ihn auch nicht verschweigen. Auf seinen Grabstein hat der frühere Bundes-präsident Johannes Rau schreiben lassen: „Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth“. Ein leises und doch großes Bekenntnis eines klugen Mannes.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Joh 20,29
Kriemhild Hartenstein-Vödisch
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Gottesdienste
Jahreslosung 2026
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Monatsspruch März
Diensttag, 17.März
19:30 Uhr Helbigsdorf
Pfrn. i.R. Sabine Münch
Johannes 20,29
Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Seelig sind, die nicht sehen und doch glauben!
06. April - Ostermontag
10:00 Uhr Helbigsdorf
12. April - Quasimodogeniti
10:00 Uhr Blankenstein
Hebräer 6,19
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.
Hebräer 13,3
Denk an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!
07. Juni - 1. So. nach Trinitatis
08:30 Uhr Helbigsdorf
10:00 Uhr Herzogswalde
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Mitfahrgelegenheit für Gottes-dienste und Veranstaltungen
Wer eine Mitfahrgelegenheit wünscht, ruft bitte im Pfarramt bzw.
bei Familie Vödisch an
Tel. +49 35209 / 20217
Freud und Leid in unserer Gemeinde
Getauft wurden
Heimgerufen wurden
Kirchennachrichten
Unsere Diakoniestadion wird 35 Jahre!
Ansprechpartner ist Gemeindepädagoge Peter Zuchold (Telefon: 035203 37130, Mail:
peter.zuchold@evlks.de)
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Landeskirche unter:
Handeln ===> Hilfe & Unterstützung ===> Prävention / Intervention
Wahl der Landessynode
Am 8. März wird die Landes-synode, das gesetzgebende Organ unserer Landeskirche, neu gewählt. Das ist die Aufgabe der Kirchenvor-stände der Gemeinden und der Pfarrer im aktiven Dienst oder Ruhestand. In jedem Wahlkreis (für uns ist das der Kirchenbezirk Freiberg) werden ein Pfarrer und zwei Laien gewählt.
Im September werden auch die Kirchenvorstände der Gemeinden wieder neu gewählt.
Unser Kirchenvorstand besteht aus 11 gewählten und berufenen Mit-gliedern aus allen Dörfern und einem Pfarrer (S. Vödisch). Gemeinsam beraten und ent-scheiden sie, was für unsere Gemeinde das Beste ist. Wählbar ist jedes Mitglied unserer Ge-meinde mit einem Mindestalter von 18 Jahren, das bereit ist, zu kandidieren und mindestens fünf Unterstützerstimmen aus der Ge-meinde mitbringt.
Wenn Sie in diesem wichtigen Leitungsgremium mittun möchten, so sprechen Sie uns gerne an. Wahlberechtigt sind alle Gemeinde-glieder, die am Wahltag das Mindestalter von 16 Jahren er-reicht haben.
Die Wahl wird in den Erntedank-gottesdiensten unserer Dörfer am 20.09. stattfinden.
Für den Kirchenvorstand ist es immer gut, wenn er durch eine hohe Wahlbeteiligung der Ge-meinde seine Legitimation erhält. Bitte merken Sie sich deshalb diesen Termin vor.
Am 1. Advent 2026 werden die neuen Kirchenvorsteher dann feierlich in ihr Amt eingeführt.
Für die Verwaltung unseres Kirchgemeindebundes suchen wir zwei Verwaltungsmitarbeitende. Es handelt sich um abwechslungs-reiche Tätigkeiten sowohl für die Verwaltung der Kirchgemeinden als auch für unsere Friedhöfe. Dabei ist gewissenhafte Schreibtischar-beit genauso gewünscht, wie freundlicher und einfühlsamer Um-gang bei der Annahme von Be-sucheranliegen und Bestattungs-anmeldungen.
Die konkreten Ausschreibungen mit den genauen Einzelheiten finden Sie auf den Internetseiten des Kirchgemeindebundes bzw. der Kirchgemeinden, der Stellenbörse der EKD (www.ekd.de/stellen-boerse) wie auch im Amtsblatt der Landeskirche.
Vor Ostern werden unsere Kirchen traditionell geputzt, dazu benötigen wir fleißige Hände.